
Der Gargano ist das landschaftlich abwechslungsreichste Gebiet Apuliens: von den Ebenen der Tavoliere, die von den Weizenfeldern golden schimmern, zu den steilen, gruenen Bergen der Dunia; vom Umbra Wald, der das Sonnenlicht magisch aufsplittert, zu den glitzernden Straenden des Gargano; von den alten Doerfern zu den Kathedralen, Brauchtum und der sanften Ruhe der alten Kirchen. Der Gargano ist eine Halbinsel, die in ihrer Einsamkeit ins Meer zu kippen scheint. Die ausgestreckten Weizenfelder umgeben sie fast wie das Meer selbst.
Der Gargano ist ein Ferienparadies, in dem man die Seele baumeln lassen kann. Man spuehrt die laengst vergangene Zeit und kann den Ursprung der Welt erahnen.
Die Natur ist wild und unverschmutzt: fast ueberall findet man kleine, versteckte Straende, steinerne Hoehlen, einsame alte Baeume, geheimnisvolle Schreine, Heiligenstatuen, dies alles wartet, um entdeckt zu werden.
Tibet des Mittelmeerraums
Der Gargano ist Tiebet des Mittelmeerraums. Der griechische Held Diomedes bezeichnete es als "Land des Gluecks" als er hier nach dem trojanischen Krieg Schiffbruch erlitt. Auf den Tremiti Inseln scheinen die Voegel der Nacht nach ihm zu rufen. Die Landschaft selbst scheint von Gotteshand beruehrt zu sein.
Hier liegt Mattinata mit ihren Buchten. Sandstraende wechseln sich mit sanften Hoehlen ab. Hier findet man auch "Baia delle Zingare" die Zigeunerbucht, und Vignanotica, wo die Boote in natuerlichen, vom Wasser geschaffenen Ausbuchtungen angelegt sind.
Im Kuestengebiet um Vieste findet man Naturschoenheiten, an deren Existenz man nicht mehr glaubte: Felssaeulen und ehrwuerdige Steinformationen, die wie Waechter dastehen, Buchten und gleisendes, nie enden wollendes Sonnenlicht.
Der steinerne Gigant "Pizzomunno", die Spite der Welt, der Jahr fuer Jahr immer mehr dem Juengling , der nach der Gottestochter Criselda sucht, zu gleichen scheint. Das ist aber erst der Anfang von atemberaubenden Naturschoenheiten, einer beinahe unwirklichen, abwechslungsreichen Kuestenlandschaft, die eine reichhaltige Farbbalette, Stille und Lichtspiele in sich vereint. Danach trifft man auf Rodi, die Gartenstadt, beruehmt fuer ihre duftenden Orangen- und Zitronenbaeume. Hier kann man bei einer Pinie Schutz finden.
Deer Strasse ins Inland folgend, trifft man auf das Dorf Vico und den Umbra Wald, der den Waeldern Nordeuropas aehneld. Die Baeume haben sehr grosse Blaetter und maechtige Wipfel, die von Sonnenlicht durchflutet sind.
Der Gargano kann als Herzstueck der Pilger gesehen werden, die ihren inneren Frieden finden wollen. Hier finden sich alte Pilgerwege, die ueber Jahrhunderte hindurch beschritten wurden. So trifft man hier auf den Ort Monte Sant'Angelo, mit der gleichnamigen Kirche, ein einzigartiges Dorf mit einem Heiligen, der eher ein Krieger als ein christlicher Troester ist.
Diejenigen, die Busse tun wollen sind in San Marco in Lamis richtig, wie die Kreuzritter bevor sie sich auf das Abenteuer, welches sie ins heilige Land fuehrte einliessen, taten. Heutzutage pilgern Tausende zum Grab von Padre PIo in San Giovanni Rotondo, wo der Moench Leiden zu lindern suchte.
Das ist der Gargano der Wunder, der nur vom Gargano der Sinne uebertroffen wird. Der Gargano ist auch fuer seine archeologischen Funde bekannt, Zeichen vergangener Zivilisationen. So kann man Waffen aus Stein und alltaegige Jagtwerkzeuge bewundern.In der Grotte von Paglicci, in der prehistorische Staemme Schutz suchten kann man sich deren Lebensumstaende gut vorstellen. Klima, Flora und Fauna in diesem Gebiet ist das selbe wie vor 1500-2500 Jahren. In der Grotte von Scaloria ist ein prehistorischer Schrein und in Coppa Navigata sind reichlich mit Themen gleich Homers Ilias dekorierte Graeber zu bewundern.
Die geraden Strassen folgend kommt man zu den Daunia Bergen. Dies ist der einzige Ort in Apulien von dem aus man nicht zum Meer sieht. Hier ist der Winter am haertesten, es gibt Wasserfaelle, gruene Huegel, kuehle Luftstroeme und man kann den Geruch von offenen Feuerstellen vernehmen.
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